datenbrillen

Mit einer Datenbrille, Head Mounted Display (HMD) tauchen Sie in virtuelle Realitäten ein.
Vom einfachen Cardboard, einer Smartphone-Halterung aus Karton und der Samsung Gear VR für das Abtauchen in 360-Grad-3D-Welten in Foto und Film, über die Oculus Rift und PlayStation VR mit fest eingebauten Displays für ein tieferes Erleben virtueller Welten, bis hin zur HTC Vive, durch die aktives Erleben und Bewegen im Raum sowie eine Interaktion mit virtuellen Objekten möglich wird – stehen Ihnen verschiedene Brillen für verschiedene VR-Anwendungen zur Verfügung.

 

Auf unserem YouTube-Kanal finden Sie Playlists ausgewählter VR-Inhalte, die wir für Sie zusammengestellt haben.

Mobile VR

Bei Mobile VR besitzt das VR-System kein eigenes integriertes Display. Das übernimmt ein Smartphone, das mittels USB an die Brille angeschlossen wird. Mobile VR lässt sich mit Controllern und/oder Touch-Funktionen steuern. Dabei wird zwar die Kopfbewegung und Orientierung vom Smartphone berechnet, das System kann aber die Positionsänderungen des Nutzers nicht erfassen. Das VR-System besteht ausschließlich aus der Brille (mit Controllern) – es ist kein PC nötig, der mit der Brille kommuniziert. Diese Funktion übernimmt dabei das Smartphone. Da Smartphones nicht dieselbe Leistung wie PCs erbringen, stehen Mobile VR-Erlebnisse jenen der Seated VR und Room Scale in vielerlei Hinsicht nach.

 


Cardboard

Das Cardboard ist die günstigste Lösung für eine Annäherung bzw. für einen ersten Eindruck von mobilen VR-Erlebnissen, die ausgereifte VR-Brillen ermöglichen können.

 

Das Cardboard besteht aus einer Papp-Halterung mit zwei eingebauten Biconvex-Linsen, in die ein Smartphone eingelegt wird. Nach dem Start einer VR-kompatiblen 3D-App auf dem Smartphone erkennen die Smartphone-Sensoren die Kopfbewegungen des Nutzers. So kann er sich in virtuellen 360-Grad-Umgebungen frei umsehen und mittels Kopfhörer auch Geräusche wahrnehmen, die hinter ihm entstehen.

Samsung Gear VR und Google Daydream

Vertreter für ausgereifte Mobile VR-Brillen sind das Headset Samsung Gear VR und Google Daydream. Bei ihnen wird ein kompatibles Smartphone eingelegt, das als Display und Prozessor fungiert. Das Headset enthält spezielle Linsen und ist mit Sensoren für ein besseres Bewegungstracking und eine geringere Verzögerungszeit (Latenz) ausgestattet. So kann der Nutzer die virtuellen 360-Grad-Umgebungen noch besser wahrnehmen.

Die Gear VR enthält zusätzlich ein Touchpad, über das der Nutzer mit der virtuellen Umgebung interagieren kann. Die entsprechende Funktion wird mit den Augen angewählt und mit dem Finger am Touchpad ausgelöst. Per Bluetooth lassen sich zusätzlich Gamepads zur Steuerung innerhalb der VR-Welten anschließen. Die Samsung Gear VR wurde in Zusammenarbeit mit Oculus VR entwickelt.

Seated VR

Bei Seated VR empfangen die Sensoren der Brille und der Controller die Signale der IR LEDs. Eine kleine Fläche wird mit Laserstrahlen erfasst. Zwar werden so Position und Orientierung der Geräte erfasst, dem Nutzer ist es aber nicht möglich, sich außerhalb dieser kleinen erfassten Fläche zu bewegen, da sonst die Signale der LEDs nicht mehr empfangen werden können. Wer Seated VR nutzen möchte, braucht neben dem VR-System auch einen leistungsstarken PC (oder eine Konsole).

 


Oculus Rift und Playstation VR

Vertreter für Seated VR-Brillen sind die Oculus Rift und die PlayStation VR-Datenbrillen. Jede füllt durch ihr eingebautes großes Display das Gesichtsfeld des Nutzers nahezu komplett aus. Dabei sind Bildränder kaum wahrnehmbar. Der Nutzer ist zu 360 Grad von einer virtuellen Welt umgeben, so dass er „mitten in dieser Welt“, „im Spiel“ zu sein scheint (Immersion). Sensoren im Head-Mounted-Display und außerhalb, registrieren jede Kopfbewegung – was dem Nutzer den Eindruck vermittelt, er könne sich auf seine gewohnte, natürliche Weise umblicken.

Die Sensoren funktionieren deutlich schneller als bisherige Sensoren in Head-Mounted Displays oder Smartphones. So wird die Latenz, die Verzögerungszeit zwischen Kopfbewegung und Bilddarstellung, erheblich verringert. Der Eindruck, „im Geschehen“ zu sein, steigt. Die Illusion der virtuellen Welt scheint beim Blick durch diese Brillen real zu werden: Stürzen wir virtuell aus großer Höhe ab, stellt sich ein reales „mulmiges“ Gefühl in der Magengegend ein.

Room Scale VR

Room Scale VR ähnelt dem Prinzip des Seated VR. Basisstationen, die aus IR LEDs und je zwei Lasern bestehen (y-Achse und x-Achse), senden Laserstrahlen aus, die von den Sensoren der Controller und der VR-Brille empfangen werden. So kann die genaue Position und Orientierung dieser Geräte bestimmt werden. Dem Nutzer wird damit ein relativ großer Raum geboten, in dem er sich bewegen kann. Für das optimale Room Scale VR Erlebnis ist, neben den genannten Geräten, auch ein leistungsstarker PC nötig, der die Bewegungen berechnet und den Nutzer in die virtuelle Umgebung entführt.

 


HTC Vive

Für das Room Scale VR Erlebnis kann die HTC Vive benutzt werden. Sie umfasst ein Headset, zwei drahtlose Controller und zwei Basisstationen für die 360-Grad-Bewegungsverfolgung im Raum. Damit ermöglicht die HTC Vive die tiefste VR-Erfahrung der hier vorgestellten Brillen.
Der Nutzer bewegt sich durch den Raum und setzt dabei seinen gesamten Körper ein. Die Basisstationen ermitteln die Position des Nutzers in einem Raum von maximal 25 Quadratmetern (fünf mal fünf Metern). Mittels speziellen Game-Controllern ist sogar die Interaktion mit virtuellen Objekten möglich.


Stellen Sie sich vor, Sie reparieren einen Roboter in einer Werkstatt – Sie stehen auf der Brücke eines Sternenkreuzers, der die Galaxie durchquert – Sie erforschen die Gassen des alten Rom – oder Sie schrumpfen auf subatomare Größe, um Moleküle kollidieren zu sehen. Probieren Sie es aus!