virtual reality

In der Virtual Reality (VR) befindet sich der Nutzer in einem computergenerierten, also einem künstlich erschaffenen 360-Grad-Raum und wählt durch Kopfbewegungen seine Blickrichtung frei aus. Eine Datenbrille (Head-Mounted Display) überträgt die physische Präsenz des Nutzers und dessen Interaktionen in die virtuelle Welt.

 

Ist ein VR-Erlebnis erfolgreich, wird unser Bewusstsein „austrickst“. Mit der Datenbrille auf der Nase glauben wir, wir wären in einer anderen Welt. Und nicht nur das:  Durch Virtual Reality denken wir, dass die Illusion der virtuellen Welt real ist.

Als Nutzer dieser Technologie sind wir keine außenstehende Betrachter mehr, sondern Teilnehmende. Wir sind schnell emotional involviert und „in“ der Story. Wir „fühlen“, was passiert. Stürzen wir etwa im virtuellen Raum aus großer Höhe ab, stellt sich ein „mulmiges“ Gefühl in der Magengegend ein. Mit VR erreichen wir eine ganz neue Art der Wahrnehmung und des Erlebens.

 

In welchen Bereichen kann VR zukünftig eingesetzt werden?
Denkbar wären Produktpräsentationen im virtuellen Raum, die Erstellung von Prototypen, virtuelle Trainings, Simulatoren aller Art (z.B. Flugsimulatoren), virtuelle Museumsbesuche, oder Visualisierungen in Architektur, Bildung, Medizin oder Archäologie.

Stellen Sie sich vor, die Vergangenheit könnte zum Leben erweckt werden, versunkene Städte wieder entstehen, oder Kunstwerke, die langsam verfallen, könnten konserviert werden.

Ethische Fragen

Wie jede Technologie birgt auch die Anwendung von VR Risiken in sich. Deshalb ist ein verantwortungsvoller Umgang mit VR ebenso wichtig wie wissenschaftliche Studien zur Wirkung von VR und die Aufklärung der Nutzer. Noch gibt es wenige Erkenntnisse darüber, inwieweit es Auswirkungen auf Psyche und Selbstwahrnehmung der Nutzer hat, dass die virtuelle Realität starke Illusionen und Emotionen erzeugen kann.


Ein mögliches Risiko ist die veränderte Körperillusionen, die Empfindung, einen Körper zu besitzen und kontrollieren zu können, der nicht der eigene ist. Weiterhin könnten Verhaltensänderungen durch eventuelle psychologische Manipulationen entstehen, da die VR-Situation vollständig vom „Gastgeber“ der virtuellen Welt bestimmt wird. Ob diese nach dem Verlassen der VR-Umgebung noch andauern, ist bisher nicht erwiesen. Ein weiteres Risiko besteht in Gewaltszenen, durch die psychische Traumata ausgelöst werden  könnten.


Wir und unsere Partner aus dem VR-Netzwerk sind uns bewusst, dass ein transparenter, verantwortungsvoller Umgang mit möglichen Risiken von VR unbedingt notwendig ist.